Ist die Digitalisierung Fluch oder Segen

Digitalisierung – Fluch oder Segen

Ob die Digitalisierung Fluch oder Segen ist, liegt meistens im Auge des Betrachters. Seit der Kontaktbeschränkungen durch die Coronapandemie traten Themen wie Homeoffice und Homeschooling in den Vordergrund. Doch dabei stellte sich in aller Deutlichkeit heraus, wie rückständig die Digitalisierung hierzulande noch ist.

Warum kann die Digitalisierung ein Segen sein?

Im privaten Bereich nutzt jeder bereits digitale Endgeräte. Sowohl in der Kommunikation als auch im Bereich der Unterhaltung geht ohne digitale Geräte gar nichts mehr. Allmählich hält der digitale Wandel auch Einzug in die Mobilität und in den beruflichen Alltag. Die Digitalisierung in den Schulen ist zwar geplant, aber da hapert es noch an vielen Stellen.

Für die meisten Unternehmen bietet die Digitalisierung ebenfalls zahlreiche Vorteile. Es entsteht ein geringerer Verwaltungsaufwand, weil sich verschiedene Abläufe automatisieren lassen. Zudem bietet die Digitalisierung im Bereich der Produktion sowie in der Logistik enorme Möglichkeiten. Abläufe werden vereinfacht und damit die Effizienz erhöht. Daher ist eine Produktionssteigerung mit einer verringerten Anzahl von Mitarbeitern möglich. Darin liegen enorme Einsparpotenziale.

Wann kann die Digitalisierung ein Fluch sein?

Wenn es darum geht, herauszufinden, ob die Digitalisierung Fluch oder Segen ist, müssen selbstverständlich auch die negativen Aspekte verdeutlicht werden. Wie bereits weiter oben erwähnt, lassen sich dank der digitalen Möglichkeiten mit wenigen Angestellten deutlich höhere Umsätze erzielen als mit vielen Mitarbeitern im analogen Bereich. Daher wird befürchtet, dass viele Menschen arbeitslos werden könnten.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht. Damit sich die Digitalisierung überhaupt umsetzen lässt, sind wiederum zahlreiche kluge Köpfe gefragt. Es werden Anwendungsprogramme benötigt, die programmiert werden müssen. Zudem sind zumeist moderne Geräte erforderlich und es gibt noch viele weitere Tätigkeiten, für die Menschen benötigt werden. Deshalb wird es zwar in vielen Bereichen einen Personalabbau geben, aber in anderen Bereichen einen Fachkräftemangel. Deshalb ist es anzuraten, dass sich jeder, der nicht auf der Strecke bleiben möchte, rechtzeitig um eine Qualifikation bewirbt. In naher Zukunft wird sich der Mangel an Fachkräften drastisch erhöhen. Daher werden viele Menschen eine sehr gute berufliche Perspektive haben.

Ist die Datensammlung bei der Digitalisierung Fluch oder Segen?

Auf digitaler Weise lassen sich sehr viel einfacher Daten sammeln und auswerten. Für Unternehmen und Verwaltungen wird es daher sehr viel einfacher, auf gewünschte Daten zugreifen zu können. Unternehmen nutzen die Daten von Kunden auch jetzt schon, um ihnen gezielte Werbung anzubieten. Das ist für viele Menschen ein Ärgernis. Allerdings gab es dieses Phänomen auch schon vor hundert Jahren, als noch keiner ans Internet dachte. Schon damals hat sich der Kaufmann im Dorf gemerkt, wer regelmäßig bestimmte Sachen bei ihm kauft. Deshalb konnte er auch seinen Kunden angepasste Werbung unterbreiten und ihm bestimmte Artikel anpreisen. Genau dieses Prinzip findet sich jetzt in der personenbezogenen Werbung wieder.

Deutschland belegt in Europa den vorletzten Platz

Im Bereich der Digitalisierung belegt Deutschland den vorletzten Platz. Schlechter aufgestellt ist nur noch Albanien. Wie kann es sein, dass ein Hochtechnologieland wie Deutschland so schlecht abschneidet? Das hat nichts damit zu tun, ob die Digitalisierung Fluch oder Segen ist. Das hat mit dem sehr langsamen Ausbau der Leitungen zu tun. Das größte Problem ist der Verwaltungsaufwand beim Breitbandnetzausbau. Damit jemand im Homeoffice arbeiten kann, sollte zumindest eine Übertragungsrate von 50 Mbit/s verfügbar sein. Doch davon können viele nur träumen. Insbesondere in den ländlichen Regionen ist die derzeitige Situation dramatisch.

Falls beide Eltern im Homeoffice arbeiten und das Kind Homeschooling betreiben soll, ist schon eine sehr leistungsstarke Breitbandversorgung erforderlich. Die Versorgung der Haushalte liegt bei etwa 20 Prozent. Auch die einfachste DSL-Leitung mit maximal 16 Mbit/s gibt es nur in ungefähr 90 Prozent aller Haushalte. Die restlichen zehn Prozent haben entweder gar kein Internet oder wählen sich noch mit einem Modem ins Internet.

Die unzureichende Versorgung führt zu Problemen

Auch für die Wirtschaft ist es ein Problem, wenn nicht überall eine brauchbare Netzabdeckung verfügbar ist. Unternehmen in ländlichen Regionen haben zumeist keine Möglichkeit auf digitaler Ebene, mit anderen Unternehmen in den großen Monopolen zusammenzuarbeiten. Für den Versand von einfachen E-Mails mag es ja reichen, Videokonferenzen sind in vielen Regionen jedoch nicht möglich. Wahrscheinlich würde sich die Frage, ob die Digitalisierung Fluch oder Segen ist erübrigen, wenn in allen Regionen eine uneingeschränkte Nutzung des Internets sowie weitere Onlineaktivitäten möglich wären.


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